Gestern, am Ostersonntag, bekam ich das neue iPad geschenkt. 16GB in weiß, ohne 4G, lediglich WiFi. Ich hatte mich richtig darauf gefreut, da es endlich das ersehnte iPad geben solte, doch nun stehe ich mit gemischten Gefühlen da.

MG_3947

Das Display

Das neue iPad, also die dritte Generation des iPads ist wirklich gelungen. Wie man auf einschlägigen Seiten bereits zuvor lesen konnte, ist das Retina-Display einzigartig. Ich selbst empfand es als extrem angenehm, da man einfach keine Pixel sieht. Es wirkt wie eine wirkliche Oberfläche, nicht wie ein digitales Display. Dass es bei Sonneneinstrahlung stark spiegelt müsste inzwischen allerdings auch bekannt sein. Dafür ist es ein sehr schönes Glas, welches das Display schützt, denn man bekommt relativ problemlos das Fett der Finger wieder ab.

MG_3950

Wie flüssig läuft das ganze?

Wie von Apple-Produkten bekannt, läuft auch das iPad problemlos. Die ganzen Animationen und Spielereien laufen flüssig, ohne ruckeln, und sind richtig schön anzuschauen. Angry Birds angespielt, auch problemlos möglich. Auch Internetseiten bauen sich schnell auf und sind gut lesbar. Wie allerdings vor kurzem bekannt wurde, gibt es eine Charge mit W-LAN Problemen, wo das Internet per WiFi nur schlecht funktionieren würde. Ich hatte zum Glück kein Produkt dieser Charge erwischt, da alles, wie schon gesagt, schnell lädt.

MG_3943

Weitere technische Aspekte

Hier könnte ich jetzt allerhand technische Daten aufzählen, was aber nicht Sinn der Sache ist, da man dies auf der Apple Seite selbst bzw. auf einschlägigen Seiten problemlos findet. Außerdem sagt nicht vielen Leuten etwas, wenn man von neuen Dual-Core Prozessoren etc. redet.
Ich möchte einfach nur ein wenig über die Technik des iPads berichten.
Da gibt es zum einen einmal den Sound zu nennen. Die integrierten Lautsprecher fungieren gut und hören sich auch gut an. Es ist also nicht vergleichbar mit billigen Handylautsprechern. Über die 3,5mm Klinke ist das ganze natürlich nochmals schöner, wie man es in der gewohnten iPod Qualität kennt.
Die Knöpfe, zumindest die Handvoll, die es gibt, haben einen sehr guten Druckpunkt. Es ist sehr schön auf sie draufzudrücken, denn das Gesamtbild stimmt.
Aber abgesehen von den paar Knöpfen ist der Touchscreen selbst wohl viel wichtiger. Dieser ist wunderbar zu bedienen, spricht sehr schnell an und gibt auch das weiter, was ich wirklich mache. So sind Gesten kein Problem, wo ich bei zahlreichen billigeren Touchscreens schon Probleme hatte. Man merkt also schon eine gewisse Wertigkeit.
Diese ist auch bei dem gesamten Gehäuse zu merken. Das Aluminium fühlt sich sehr gut an, und dass es etwas dicker ist, als das iPad 2, gibt mir ein gewisses höheres Gefühl an Wertigkeit mit. Es fühlt sich einfach besser an, denn das Vorgängermodell war schon arg schmal. Und die paar Milimeter dürften auch nicht das Problem sein, da es insgesamt immernoch verdammt dünn ist.

Home

Apps

Ja, die guten Apps. Ich kannte bisher nur Android Apps, welche ich auf meinem HTC Sensation habe. Julius war hier immer der Meinung, dass Apps für iOS um einiges besser laufen und optisch ansprechender sind, da sie für ein bzw. zwei Geräte konzipiert sind. Apps für Android allerdings müssen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Geräten abdecken, weswegen sie teilweise nicht so gut ausschauen oder nicht immer flüssig laufen. Da ich allerdings seit meinem Geburtstag im Besitz des HTC Sensation bin, was nun wirklich kein schwaches Smartphone ist, kann ich sagen, dass die Apps perfekt mit der Oberfläche harmonieren. Aber das nur am Rande, denn hier geht es um das iPad und die Apps für es. Diese passen perfekt in das Design von iOS und laufen eigentlich alle flüssig mit dem iPad.
Nur, wie schon früher diskutiert wurde, gibt es manche Apps, welche noch nicht für HD geeignet sind, weswegen das ganze schon ein wenig blöd ausschaut. Siehe hierfür allein schon Doodle Jump auf dem iPad 2.
Viele Apps habe ich noch nicht getestet, weil ich sie einfach nicht benötige. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass viele Apps sehr schön auf dem neuen iPad laufen, alleine schon wegen dem guten Prozessor, allerdings haben diese auch wieder ihren Preis. Gute Apps, die kostenlos sind, gab es nicht viel. Zumindest nicht, als ich den App Store in iTunes durchforstet habe, nach potenziellen Apps für das neue iPad. Die meisten kosten Geld…

iCloud

iCloud dürfte inzwischen genauso bekannt sein. Die Online Cloud von Apple, worüber man Kontakte, Musik, E-Mails, etc. synchron halten kann zwischen allen Apple Geräten. Ich bin stolzer Besitzer eines iMacs, leider noch mit Snow Leopard, und komme somit leider nicht in den Genuss von der iCloud auf meinem Mac. Somit kann ich iCloud nur mit meinem iPad nutzen, was so gesehen ein wenig blöd ist. Als Mailprogramm nutze ich Thunderbird, weil ich dabei einfach mehr Funktionen habe, als bei dem integrierten Apple Mail Programm und weil ich zu Windowszeiten schon Thundebird genutzt habe. Das Problem, welches hier entsteht, ist, dass es mir einfach nicht gelungen ist, die Mails von Thunderbird und die Mails auf meinem iPad synchron zu halten. Und das herunterladen der Mails aufs iPad und sie aufm Server zu lassen, bis sie vom Mailprogramm vom Server geholt und dort gelöscht werden, ist mir insgesamt einfach zu aufwendig. Somit muss ich die Mails aufm Mac und noch auf dem iPad parallel löschen. Oder wenn ich eine Mail behalten möchte, aber diese vom Server gelöscht wurde vom Mailprogramm, ist diese auch auf dem iPad verschwunden.
Sicherlich gibt es hierfür gute Software, um das ganze schön zu lösen, aber auf Anhieb lief das ganze nicht. Auch nicht nach längerem durchsuchen von Foren.

Synchronisierung

Passend zu iCloud kommen wir nun zur Synchronisierung. Dies ist mit einigen Tricks ganz gut möglich. Inwiefern das synchron halten von Mac und iPad möglich ist, habe ich noch nicht ausprobiert, müsste aber zumindest mit Mac OS X Lion kein Problem sein, da dort die iCloud ja integriert ist.
Ich habe alle Kontakte und Kalendereinträge in meinem HTC Sensation mit Android gespeichert, was mit Google synchron gehalten wird. Wenn man nun im iPad das Google Konto als Microsoft Exchange Konto einrichtet, kann man auch dort die ganzen Daten synchron halten, was bisher gut funktionierte. Vorraussetzung ist hier lediglich, dass das Android Handy die ganzen Daten mit dem Google Konto synchronisiert.
Die gute Anleitung, welche mir dazu halt, findet ihr hier (engl.): How To Sync Android (Nexus One) Contacts with the iPad/iPhone

MG_3951

Für wen es sich lohnt

Das neue iPad ist eindeutig etwas sehr schönes. Man kann es überall mit hinnehmen, es ist schön flach und kann einfach verdammt viel. Man kann es allerdings schlecht mit einem Laptop / Netbook vergleichen, da die Oberflächen einfach zu verschieden sind, jedoch erfüllt beides seinen Zweck.
Für Fotografen sicherlich lukrativ ist die Portfolio Darstellung. So kann man mit dem iPad perfekt die Besten Fotos zeigen, da die „Diashow“ sehr schön aufbereitet wird.
Wenn man unterwegs ist kann man Fotos damit sichten, bearbeiten, Spiele spielen, man kann inzwischen eigentlich von einem eigenständigen Computer reden, alleine vom Funktionsumfang schon. Es ist ein schönes, vielseitiges Gerät, was auch immer wieder Spaß macht, wenn man es bedient, da die ganzen intuitiven Gesten das ganze Erlebnis einfach nur verschönern.
Auch die integrierten Apps fungieren sehr gut, weitere Apps aus dem App Store laufen flüssig, das Gesamtpaket stimmt.
Ebenso die Anbindung mit iCloud, worüber man die ganzen verschiedenen Daten synchron halten kann, ist eine sehr schöne Idee.
Summa summarum lohnt sich das neue iPad für eigentlich jeden, der gerne ein Tablet hätte und gerne überall mobil eine Art Computer dabei haben möchte.
Man kann unterwegs surfen, Mails checken und die üblichen Smartphonetätigkeiten erledigen, jedoch mit einem größeren Display, was das Arbeiten doch teilweise erheblich erleichtert.

MG_3944

Aber warum braucht man ein iPad, wenn man ein Smartphone hat?

Genau diese Frage stelle ich mir zur Zeit.
Mit den ganzen Funktionen, die mein HTC Sensation bietet, kann ich perfekt von überall aus die Sachen erledigen, die ich erledigen möchte. Ich kann im Internet surfen, meine Mails checken, mit Freunden interagieren über Facebook, meinen Kaffee twittern und sogar, man glaube es nicht, andere Menschen anrufen und mit Ihnen SMS schreiben bzw. über WhatsApp Nachrichten senden.
Dies kann alles auch das iPad, bis auf das telefonieren. Und darüber hinaus ist der Bildschirm auch noch größer, weswegen das ganze besser lesbar ist und man einfach mehr auf einen Blick sieht. So habe ich zumindest bisher das iPad empfunden, wenn ich es mit meinem Smartphone vergleiche.

MG_3949

Die Einschränkung mit dem Internet

Dieses Thema ist auch noch sehr wichtig, zumindest für mich. Denn wer keine Lust hat, 100 Euro mehr auszugeben, um noch 4G zu haben und auch mobiles Internet zu besitzen, der hat nunmal nur ein iPad, welches über W-LAN ins Netz geht. Und es hat auch nicht jeder Lust, mit seinem Smartphone einen lokalen W-LAN Hotspot zu eröffnen, da dies doch sehr an der Akkulaufzeit zährt.
Somit kann ich das iPad zuhause nutzen und wenn ich so viel Akku habe, um mal (kurz) nen Hotspot mit meinem HTC aufzumachen. Unterwegs kann ich nur offline Apps nutzen. Somit kein richtiges Google Maps, keine Mails checken, kein Internet. Ich kann Spiele spielen und auf Daten zugreifen, die beim letzten Kontakt mit dem Internet geladen wurden. Dadurch wird man, so empfinde ich es zumindest, doch sehr in der Funktionalität eingeschränkt, zumindest wenn man kein W-LAN in Reichweite hat.

MG_3952

Meine persönliche iPad Konkurrenz

Wie eben aufgelistet, bin ich mit meinem iPad enorm eingeschränkt, wenn ich kein Internet in der Nähe habe. Und die Apps, welche übrig bleiben, wenn man die abzieht, welche Internet benötigen, sind auch nur lokale Apps, womit ich Fotos bearbeiten kann, Office-Tätigkeiten erledigen kann oder Spiele spielen kann. Natürlich mag es noch weitere Apps geben, aber die meisten funktionieren nunmal am Besten mit Internet, da dort frische Daten geladen werden. Für mich sind das einfach zu wenig Apps, welche übrig bleiben. Und zuhause habe ich auch andere Geräte, womit ich ähnliches vollbringen kann, da brauche ich kein iPad.
Zuallererst ist einmal mein HTC Sensation zu nennen. Hiermit kann ich, wie im vorletzten Punkt aufgezählt, alles erledigen, was ich auch mit einem iPad erledigen kann. Vielleicht nicht mit einem so großen Display und vielleicht nicht mit derselben Software, aber im grunde genommen ist dies möglich.
Officetätigkeiten und ähnliches kann ich mit meinem Netbook, dem Samsung NC10 erledigen. Es ist eines der Besten Netbooks (zumindest seiner Zeit) und läuft flüssig mit Windows XP. Dort habe ich Office installiert, kann Präsentationen halten und einfache Spiele laufen auch damit. Außerdem ist es sehr mobil, dafür allerdings schwerer als das iPad. Dafür habe ich eine volle Tastatur und muss nicht auf Glas herumdrücken. Ich als Vielschreiber hätte da wohl auch das ein oder andere mal größere Schmerzen nach längerem tippen auf Glas, als auf einer normalen Tastatur. Inwiefern dies wahr ist, kann ich allerdings noch nicht bestätigen, da ich noch keinen längeren Text auf dem iPad geschrieben habe.
Bei Präsentationen, welche gehalten werden, ist es außerdem einfacher möglich, mit einem Netbook an den Beamer zu gehen, als mit dem iPad, da es da eigentlich bisher immer längerwierig war, bis es denn mal einwandfrei lief, zumindest bei anderen Personen in der Schule (Außerdem braucht man auch noch einen weiteren Adapter, welcher wieder nicht der preiswerteste ist).

Musik

Für wen lohnt es sich denn nun wirklich?

Nach meiner bisherigen Erfahrung und meinen ganzen Vorkenntnissen lohnt sich das iPad jedem, der ein Tablet möchte, wie im obigen Teil schon beschrieben. Ebenso für Menschen, welche gerne etwas kleines haben möchten, was sehr mobil ist. Denn man hat nicht immer Lust, ein großes Notebook mitzuschleppen, da ist das iPad schon was ganz anderes.
Von dem Funktionsumfang her gibt sich alles nichts, den lasse ich mal außen vor. Ich selbst besitze allerdings ein gutes Netbook. Und da ich keine Person bin, welche ständig ein Notebook mitschleppen muss, bin ich auch einmal bereit, die paar mal im Jahr das etwas dickere Netbook mitzuschleppen. Denn von der Größe her ist das ganze kein allzugroßer Unterschied, lediglich von der Dicke und vom Gewicht.
Das iPad ist eine schöne Spielerei, hat einen schönen Game Center und stellt nunmal eine Entertainmentplattform dar. Das kann mein Netbook nicht so gut, denn dazu muss ich immer auf die jeweiligen Seiten gehen. Und auf meinem Smartphone kommt das ganze wegen des kleinen Displays einfach nicht so gut herüber. Dahingehend geht der Punkt wirklich an das iPad.
Es kommt eben auf den Verwendungszweck an; auf die Gegebenheiten. Nur dann kann man wirklich sagen, ob das iPad oder ein Smartphone oder ein Net- / Notebook das Beste für einen ist.

MG_3947

Meine eigene Verwendung für das neue iPad

Ja, was soll ich hier nur schreiben. Ich habe vor einigen Tagen das HTC Sensation bekommen, großteils selbst finanziert und bin mehr als zufrieden damit. Es kann alles, was ich benötige. Ich brauche dafür kein iPhone oder ähnliches, da für meinen Verwendungszweck die Apps für Android komplett ausreichend sind. Und als Freund von Linux und vom Programmieren liegt mir Android eh mehr, da ich einfach viel mehr einstellen kann. Die Einstellungen beim iPad haben mich dahingehend schon ein wenig traurig gemacht, weil man einfach zu wenig einstellen kann. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich mich einfach über Monate hinweg schon an Android gewöhnt habe, und mir die Oberfläche sehr sympathisch ist.
Ich habe lange im App Store gesucht. Ich habe versucht, Apps zu finden, welche ich nicht für mein HTC habe, aber auf dem iPad richtig gut gebrauchen könnte. Ich fand kaum welche, das Ergebnis war ernüchternd. Mein Smartphone kann sehr sehr viel, es kann alles, was ich benötige. Das iPad kann ungefähr dasselbe, aber ich besitze schon ein Smartphone. Und um mobil etwas mit einem größeren Display anschauen zu können, dafür besitze ich mein Netbook. Die Akkulaufzeit von 5 Stunden und länger ist sehr gut und reicht für mich vollkommen. Vom Funktionsumfang gibt sich dahingehend das Netbook nicht viel mit dem iPad, da beides unterwegs nunmal kein Internet hat. Beziehungsweise kann da mein Netbook noch mehr, weil ich einfach mehr Offline-Applikationen besitze, als beim iPad. Social Network und co. habe ich ja schon auf meinem HTC.
Hinzu kommt noch, dass, wenn ich mal lange Texte schreibe, mich an meinen PC setze, wie ich es jetzt gerade mache. Hier habe ich meine Logitech G15, eine Tastatur, mit sehr schönem Druckpunkt. Die über 2300 Wörter, die ich bisher geschrieben habe, laufen einfach so auf der Tastatur und meinen Fingern merke ich es nicht direkt an, dass ich nun so viel geschrieben habe. Ich tippe mal, dass ich beim iPad da mehr merken würde. Und ich finde es einfach nicht angenehm auf „hartes“ Glas zu drücken, weil mir der Druckpunkt von normalen Tasten einfach lieber ist. Daher auch das Netbook.
Und um mehr in Facebook zu sehen oder da längere Nachrichten zu verfassen, dafür habe ich meinen PC bzw. meinen iMac.
Viele Leute setzen sich auch gerne in den Garten um dann über W-LAN im Netz zu surfen und dabei das gute Wetter zu genießen. Auch dabei nutze ich mein Netbook sehr gerne, alleine schon wegen der Volltastatur. Das iPad spiegelt sehr im freien und richtiges surfen… naja, es ist einfach langsamer für mich, als wenn ich es am Netbook mache. Bin eben den Computer mehr gewohnt, als die iOS Oberfläche.
Und bei meinem Netbook gibt sich die Akkulaufzeit auch nicht mehr so viel mit der vom iPad. Beide Akkus halten verdammt lange und reichen eindeutig aus für einen Tag. Natürlich mag es schöner sein, mit einem „leichten“ iPad im Garten zu liegen oder sonstwo zu sein. Man kann es einfach besser mitnehmen, als ein unhandlicheres Netbook.
Aber ich persönlich nehme soetwas nicht oft irgendwo mit hin. Die paar male kann ich auch mein Netbook mitnehmen bzw. habe ich mein Smartphone immer dabei. Somit ist es kein Problem mal unterwegs schnell in Facebook zu antworten oder ähnliches.

MG_3945

Mein persönliches Fazit

Als ich dieses Review in den letzten Stunden geschrieben habe, und immer wieder am iPad saß, um mir die Funktionen genau anzuschauen, waren meine Gefühle stark wechselnd. Das iPad ist in der Tat ein extrem solides Gerät, es macht Spaß mit ihm zu arbeiten und es kann auch sehr viel. Allerdings habe ich einen PC und einen iMac, worüber ich längere Texte schreibe. Mein iMac ist meine Zentrale für das Internet. Twitter, Facebook, Firefox, Skype, etc., alles läuft darüber. Und da ich nicht ungern am PC sitze, stört es mich auch nicht, hier einmal ein paar Stunden zu verbringen um lange Texte oder ähnliches zu schreiben.
Für die soziale Interaktion unterwegs habe ich mein Smartphone. Dank dem mobilen Datentarif kann ich alles darüber machen, wenn mal kein PC in der Nähe ist. Dieses Netz müsste ich dann wieder bereitstellen, sollte ich mal mit dem iPad online gehen wollen, wenn kein W-LAN in der Nähe ist. Und warum sollte ich einen Hotspot eröffnen, wenn ich doch mit dem Gerät selbst die ganzen Tätigkeiten erledigen kann?
Das mit den Mails ist doppelt gemoppelt, beziehungsweise habe ich einfach keine Lust, ein Wochenende in Foren herumzuhängen, um eine gescheite Lösung dafür zu finden. Mit den Apple eigenen Programmen mag dies alles sicherlich super zusammen arbeiten, aber ich nutze nunmal schon immer Drittanbietersoftware, weil ich meist damit zufriedener war. Diese bietet mir einfach mehr Funktionen als das Systemeigene (Safari vs. Firefox, Apple Mail vs. Thunderbird, …).
Wenn man dann noch schaut, wofür ich mein Netbook besitze, und wann ich es nutze (Präsentationen in der Schule z.B.), dann bleibt für das neue iPad hier nicht mehr viel übrig.
Das neue iPad ist dann ein Gerät, was als Portfolio für meine Fotos dient, als Entertainmentzentrale, worüber ich interaktive Inhalte (YouTube, etc.) abrufen kann und Spiele spielen kann. Nun stellt sich dabei die Frage, ob das 479 Euro Wert ist.
Diese Frage stelle ich mir seitdem ich das erste Wort hier geschrieben habe, seitdem ich das iPad richtig eingerichtet habe. Bisher habe ich noch keine Antwort darauf gefunden, aber es ist schon verdammt viel Geld, für die paar Punkte.
Spiele spiele ich im Allgemeinen eh nicht so oft, und wenn, dann an meiner Playstation. Eine Entertainmentzentrale benötige ich auch nicht, da ich dafür meinen iMac besitze, und für unterwegs besitze ich dafür entweder mein HTC oder mein Netbook. Und der Portfolio… den kann ich allerdings nicht ersetzen, da die Anzeigefunktion von Fotos auf dem iPad nunmal ungeschlagen ist. Dies ist auch der Grund, warum einige Fotografen, welche ich aus Twitter und co. kenne, ein iPad besitzen.
Ich bin nunmal, was Technik angeht, sehr gut ausgestattet. Würde ich kein Netbook besitzen, würde ich komplett ohne mobiles Datengerät dastehen, abgesehen vom Smartphone, was allerdings nicht so viel kann, wie ein Notebook / Netbook / Tablet. In dem Falle wäre das iPad sicherlich eine lukrative Lösung.
Vorhin unterhielt ich mich mit Floriandahnke, welcher sehr zufrieden mit seinem iPad 1 ist.
Grund dafür ist allerdings, dass er ohne Mac da stand, aber mobil sein wollte.

„hast Du ein älteres? Oder generell keinen Bock auf Tablet? Ich mag ja mein 1er und arbeite gern damit, war aber auch skeptisch“
„ich konnte es gebrauchen, weil MacBook in Kontakt mit Kaffee kam und ich lieber auf WIN arbeite, aber manchen Apple-Kram brauche.“
„war bei mir wirklich Ersatz für das täglich mitgeschleppte 13er MacBook.“
„NetBook hab ich auch durch – das Ding (Asus 150) war ein Fehlkauf und eine Zumutung. :-(„

Dies waren die Mentions von ihm an mich. Er mag Netbooks nicht wirklich, dafür liebt er sein iPad. Bei mir ist es gerade umgekehrt, da ich mit meinem Netbook mehr als zufrieden bin. Und er musste täglich einen Mac mitschleppen. Für tägliches mitschleppen ist sicherlich das iPad besser geeignet. Ich allerdings nutze das iPad nicht jeden Tag mobil oder muss es täglich mitschleppen. In der Schule wird sowas im allgemeinen nicht gebraucht (oder geduldet) und wenn ich sonst mal draußen bin, nehme ich nicht immer das iPad sofort mit. Dafür habe ich schließlich mein HTC Sensation.
Denn auch das Netbook führt sein Dasein hier zuhause, es kommt lediglich mit in den Urlaub oder wenn ich eine Präsentation in der Schule halte. Und auch nur dann würde ich mein iPad mitnehmen, was eindeutig zu wenig ist. Außerdem habe ich viel zu selten Freistunden, in denen ich irgendwo bin, wo W-LAN ist und wo man in Ruhe surfen könnte. Desweiteren gibt es auch manchmal nichts zum surfen. Jeden Abend verbringe ich ein paar Stunden vorm PC. Dort kann ich mich in Ruhe Facebook, Twitter und den Mails widmen. Und das ganze geht auch mobil mit meinem Smartphone, wenn es denn mal sein muss.

MG_3943

Gibt der Sven sein iPad zurück – oder doch nicht?

Die zweite Frage die ich mir seit Beginn dieses Reviews stelle. Nachdem ich nun jedes wichtige Thema hier erörtert habe und auch mir den riesigen Artikel bei theverge.com zum neuen iPad durchgelesen hatte, bildete ich mir nun auf dem Weg dieses Textes meine Entscheidung. Das iPad ist ein verdammt schönes und gutes Gerät, das Arbeiten damit macht Spaß, in der Tat. Aber es bleiben einfach viel zu wenig Aufgabenfelder übrig, welche ich nicht schon mit anderen technischen Spielereien abgedeckt habe. Mein Smartphone ist immer dabei und wenn es mal mehr sein muss, was nur selten der Fall ist, gibts das Netbook. Zuhause habe ich außerdem meinen iMac und meinen Windowsrechner, welcher aber eher als Photoshop- / Premiere-Pro-Leistungsrechner fungiert. Mit den beiden Geräten kann ich dann „anspruchsvollere“ Aufgaben erledigen, wie Fotos bearbeiten, Videos schneiden, lange Texte schreiben, wie zum Beispiel das iPad Review, welches du gerade liest.
Mit dem iPad wäre soetwas wahrscheinlich längerwieriger bzw. kostet auch mehr Geld, da erstmal die Apps angeschafft werden müssen.
Somit werde ich das iPad sehr wahrscheinlich bald zurückgeben, da mit Smartphone und Netbook alles mobil, mit meinem iMac alles zuhause abgedeckt ist. Meine Tätigkeiten verlangen eben viel Leistung, weswegen ein Laptop für mich nie eine Lösung war, ich brauche einen richtigen PC, zumindest zuhause. Und das ist der Hauptort, wo mein iPad liegen würde. Die 479 Euro lohnen sich einfach nicht dafür, da ich einfach schon zu viel Technik besitze, welche das ganze abdeckt.
Ausschlaggebend war auch noch der Punkt, dass ich gerne alles synchron haben möchte, auf all meinen Geräten. Ich möchte meine Mails, meine Kontakte und meine Kalendereinträge synchron auf meinem iMac, meinem iPad und auf meinem HTC Sensation haben. Dies ist einfach nicht möglich, da ich immer unterschiedliche Software nutze und es keinen zentralen Dienst gibt, der mit all dem funktioniert. Ich bräuchte etwas, was alle meine 4 E-Mail Konten im iMac Thunderbird auch parallel auf mein HTC Sensation und mein iPad bringt. Soetwas gibt es einfach nicht, weswegen ich dann die Mails auf allen Geräten separat löschen muss oder auf andere, umständliche Wege zurückggreifen muss. Außerdem las ich, dass man mit dem iPad gut arbeiten könne, wenn man eine externe Tastatur anschließt. Dies mag zwar wahr sein, kostet aber wieder extra Geld. Und noch mehr Geld auszugeben, um dann unter Umständen damit zufrieden zu sein, nein Danke. Desweiteren ist die Mobilität und das „Überall in der Hand halten“ dann auch nicht mehr so einfach möglich.
Außerdem war das iPad ein zurückgegebenes im Isch-bin-doch-net-blöd-Markt. War zwar völlig kratzerfrei und so, jedoch hatte das Connectionkabel etwas viel Marmelade abbekommen. Lecker!
Also kommt das iPad zurück in den Laden und soll jemand anderes zufriedenstellen. Sei es ein Kind, was ein Statussymbol braucht, oder jemand, der wirklich etwas mit dem neuen iPad anfangen kann. Vielleicht werde ich mir mal später ein günstiges iPad 2 oder so besorgen, das wird jedoch noch lange dauern.
Vielleicht gibt es dann auch ein anderes Tablet, welches nicht auf den Namen iPad hört. Amazon hat hierbei ja einen schönen Shop für Tablets, indem man mal herumstöbern kann. Denn es gibt durchaus sehr schöne Alternativen zum iPad. Auch wenn dies in der Verarbeitungsqualität richtig gut ist.
Das Geld wird dann eher in ein für mich nützlicheres Adobe Production Premium CS6 Paket investiert, wenn es denn mal erscheint.
Für das übrige Geld gehe ich dann mal schön Essen und kaufe mir ein paar schöne Apps für mein HTC Sensation.

Der riesige Text, mit inzwischen über 4.000 Wörtern, zeigt dabei meine Verwendung für das neue iPad und ein Weg der Erörterung, ob es für mich überhaupt lohnenswert ist, das neue iPad zu behalten, oder für das Geld mir etwas anderes zu besorgen, was mir mehr Freude bereiten würde.
Die Lösung habe ich nun gefunden, das iPad kommt zurück in den Laden. Andere Menschen haben andere Bedürfnisse und erwarten andere Dinge vom iPad. Diese Menschen werden mit dem neuen iPad sicherlich sehr glücklich werden, ich wurde es zumindest nicht richtig. Ich bin ein Freund der Technik und Besitze sehr viel. So viel, dass alles abgedeckt ist, wofür ich Technik brauche. Und ein Gerät mit iOS Oberfläche brauche ich auch nicht, da es alle essentiellen Apps auch für Android gibt, welche ich benötige.

Weiterführendes

iPad Review auf theverge.com – sehr ausführlich und interessant. Mit vielen Fotos und wissenswertem

ZDnet Artikel über die Charge von iPads mit dem W-LAN Problem

Caschys Meinung zur Apple Problematik – sehr interessant

Was haltet ihr vom neuen iPad? Zufrieden damit? Enttäuscht? Ich freue mich über Kommentare oder Anmerkungen.
Dies ist das längste Review, dass ich jemals geschrieben habe und es zeigt ausführlich meine eigene Meinung. Natürlich wird es genug Leute geben, welche mit dem neuen iPad sehr zufrieden sein werden. Ich habe jedoch genug andere Technik dafür.
Bald folgt auch noch ein Review zu dem HTC Sensation, welches ich mehr als oft genug in dem Review hier angsprochen habe, bleibt also gespannt.
lg Sven

  • Lukas

    Dein Review spiegelt deine Meinung recht fundiert wieder. Das gefällt mir! Und ich finde es echt stark, dass du dich am Ende gegen das iPad entschieden hast, denn es gibt evtl. ja wirklich sinnvollere Anschaffung, wobei es meinen PC fast vollständig (außer zum Laden von Musik und konvertieren von Filmen) ersetzt hat.

  • Robin

    Hallo Sven,
    zunächst mal: nette Review, du bist sehr schön auf alles eingegangen und hast auch objektiv alles betrachtet, was es zu betrachten gibt, allerdings muss ich dir in einem Punkt widersprechen:

    „Ausschlaggebend war auch noch der Punkt, dass ich gerne alles synchron haben möchte, auf all meinen Geräten. Ich möchte meine Mails, meine Kontakte und meine Kalendereinträge synchron auf meinem iMac, meinem iPad und auf meinem HTC Sensation haben. Dies ist einfach nicht möglich, da ich immer unterschiedliche Software nutze und es keinen zentralen Dienst gibt, der mit all dem funktioniert. Ich bräuchte etwas, was alle meine 4 E-Mail Konten im iMac Thunderbird auch parallel auf mein HTC Sensation und mein iPad bringt. Soetwas gibt es einfach nicht, weswegen ich dann die Mails auf allen Geräten separat löschen muss oder auf andere, umständliche Wege zurückggreifen muss.“

    Dafür gibt es eine Lösung: Google.
    Du als Android-Nutzer solltest wissen, dass du mit Google Mail sowohl Kontakte, als auch Kalender, als auch natürlich Emails hast. Google Mail unterstützt IMAP, aber für mobile Geräte auch kostenloses Exchange, und das für jeden der genannten Dienste. Ich nutze Google Mail seit ca. 5 Jahren im vollsten Umfang und nicht mal iCloud konnte dessen Funktionalität für mich komplett ersetzen.

    Aber ansonsten wie gesagt, eine gute Review, Lesen hat mir Spaß bereitet 🙂